Zu Besuch beim Oxfam Novib
Trailwalker in Holland
3. Juli 2011 von Oxfam Trailwalker Team
Am vorletzten Wochenende war die Hälfte unseres Oxfam Trailwalker Orga-Teams beim Oxfam Novib Trailwalker in Holland, um vor Ort von den Kolleginnen und Kollegen zu lernen und auch tatkräftig als Freiwillige mit anzupacken.
Der holländische Trailwalker fand in diesem Jahr zum dritten Mal statt. 105 Teams gingen an den Start und fast alle kamen auch wieder ins Ziel. Die hundert Kilometer führen durch ein wunderschönes Naturschutzgebiet, das streckenweise nachts nicht von Menschen betreten werden darf, damit Fuchs und Hase sich in Ruhe Gute Nacht können. Für den Oxfam Novib Trailwalker wird einmal im Jahr eine Ausnahme gemacht.
Viele Freiwillige arbeiteten schon lange bevor die Teams an den Start gingen. Und auch die Deko kam nicht zu kurz
Der Start/Ziel-Bereich liegt auf einer großen, um diese Jahreszeit noch saftig grünen Wiese ein kleines Stück außerhalb von Ede. Als wir am Freitag früh dort eintrafen, standen die ersten Zelte schon, der Aufbau der Strecke und der Checkpoints war in vollem Gang. Viele enthusiastische Freiwillige schwirrten fleißig von Aufgabe zu Aufgabe. Und wir ließen uns von der guten Laune mitreißen und schmückten die Zelte mit grünen Oxfam Wimpeln, pumpten Luftballons auf und schleppten alle möglichen Gegenstände von A nach B. Zurzeit sitzen wir als Orga-Team überwiegend an unseren Schreibtischen, um “unseren” Oxfam Trailwalker im September zu organisieren – die viele Bewegung tat uns gut. Toll war auch, ganz nah mitzuerleben, wieviel Arbeit die Freiwilligen schon leisten, bevor die Läufer/innen überhaupt an den Start gehen, und mit wie viel Spaß sie helfen. Wir haben gestaunt, wie viele Freiwillige gar nicht aus der Umgebung von Ede kamen, sondern extra aus ganz Holland angereist waren. Viele waren schon zum zweiten oder dritten Mal dabei.
Großartige Laune trotz Regenschauern
Als wir am Samstag früh dann im großen Zelt ankamen, vibrierte die Luft vor Vorfreude und guter Stimmung, obwohl es wie aus Eimern regnete. Viele Teams machten fröhliche Scherze und ließen sich geduldig fotografieren. Angehörige und Freund/innen klopften den Läufer/innen nochmals mit guten Ratschlägen auf die Schultern. Kinder wuselten auf Kniehöhe durch die Menschenmassen: alle warteten sehnsüchtig auf den Startschuss um 10:30 Uhr. Gegen 10:20 stellten sich alle Teams im Startbereich auf, viele in Regenbekleidung, umsäumt von einem Meer aus Regenschirmen.
Die musikalische Begleitung lieferte eine fröhliche Marching Band, die “Eye of the Tiger” spielte. Fast hätte man den Startgong gar nicht gehört. Die Runner flitzen vorneweg, die ehrgeizigeren Walker legten ein flüssiges Tempo vor und im letzten Drittel schlenderten die Teams gemütlich plaudernd aus dem Startbereich in Richtung Strecke. Wir hatten erstmal Zeit für ein Frühstück und Gespräche mit den holländischen Kolleg/innen. Unser Einsatz als Freiwillige am Checkpoint sollte erst am späteren Nachmittag beginnen.
Heiße Rythmen, fliegende Pfannkuchen und spontane Suppe am Checkpoint 6
Mittendrin im Streckengeschehen standen wir dann am Checkpoint 6. Kaum hatten wir den ersten Kaffee gekocht, kam auch schon das erste Team. Sie machten nur einen kurzen Boxenstopp, füllten ihre Energy-Drinks auf, zuppelten sich die High-Tec-Bekleidung zurecht und zischten schon wieder ab. Zwischen ihnen und dem nächsten Team lagen fast drei Stunden. Genug Zeit, um das Buffet zu richten und sich in der Pfannkuchenherstellung, unserer Checkpoint-Spezialität, zu üben. Die Checkpoint-Koordinatorin Karin beschloss, dass das kühle Sprühregenwetter richtiges Suppenwetter sei und ergänzte spontan den Verpflegungsplan. Nach ein paar Telefonaten brachten Freiwillige tatsächlich die Zutaten für eine heiße Suppe. Die Läufer/innen, Freiwilligen und das Rote Kreuz waren begeistert. Nach Einbruch der Dunkelheit passierten dann immer mehr Teams den Checkpoint, jemand hatte sonnige Salsa-Musik eingelegt, die Pfannkuchen flogen im Akkord durch die Pfannen und jedes Team wurde mit lautem Gejubel begrüßt und mit einem herzlichen “Succes!” – holländisch für “Viel Erfolg!” – ins Dunkel verabschiedet. An den anderen Checkpoints soll es nicht weniger lustig zugegangen sein.
Blumen und Sonne für die glücklichen Teams im Ziel
Am Sonntag hatte die gute Laune noch lange kein Ende, wohl aber das miese Wetter. Bei schönstem Sonnenschein waren wir am Zieleinlauf dabei, wie die meisten Teams abgekämpft, aber strahlend zurück kamen und begeistert von ihren Supporter/innen, Familien und Freund/innen mit großen Blumensträußen empfangen wurden. Leider konnten wir das Ende dieser tollen Veranstaltung nicht mehr miterleben, weil wir wieder zurück nach Berlin mussten.
Mitgenommen haben wir viel Inspiration für “unseren” Oxfam Trailwalker, gute Laune und das Glücksgefühl, an diesem Wochenende Teil einer ganz besonderen Community gewesen zu sein. An dieser Stelle bedanken wir uns nochmals ganz herzlich beim famosen holländischen Oxfam Novib Trailwalker Orga-Team, von denen wir uns gerne eine Scheibe abschneiden. Ihr wart einfach toll!
Tot ziens und herzliche Grüße,
vom Oxfam Deutschland Trailwalker Team


























