Wir stellen die Strecke vor!
Die beiden Trailwalker Chefinnnen waren am Wochenende mal wieder in dem Harz, um die Strecke selber auszutesten – und dieses mal zu Fuß! Drei Tage lang sind sie zusammen mit anderen Oxfamern und Osterodern gelaufen und konnten gerade noch im Anschluss einen Bericht für euch lieben Blog-Leser schreiben. Also heute geht’s los mit der Ankunft am Freitag und dem ersten Wandertag am Samstag (zwar etwas länger als die üblichen Blog-Einträge aber es lohnt sich
). Berichte von Sonntag und Montag folgen demnächst….
Freitag, 16.04.2010
Ankunft ca. 17:00 in Osterode (Angela Schlicht und Antje Welp von Oxfam).
Auf dem Bahnhof „Osterode Mitte“ suchen wir nach unserem Hotel und fragen auf dem Parkplatz eine Osteroderin. Sie bietet sofort an, uns hinzubringen!!!
Wir sind wiedermal begeistert von der Hilfsbereitschaft in Osterode. Auf dem Weg zum Hotel stellt sich dann ganz bald raus – diese Frau kennt den Oxfam Trailwalker gut. Zum einen hat die lokale Zeitung heute klasse über uns berichtet – auf Seite eins und zwei – und außerdem ist ihr Mann Förster J.
Das mag Euch vielleicht nicht so wirklich bemerkenswert vorkommen. Was Ihr vielleicht auch noch nicht wisst: Wir werden ganz intensiv unterstützt von den Niedersächsischen Landesforsten und damit auch von vielen ihrer Jäger.
Jetzt schnell noch Proviant einkaufen für die nächsten Tage: Käse, Wurst und natürlich das Trailwalker Brot von der Bäckerei Dornemann. Wir brauchen auch dringend neue Trailwalker Taschen. Die werden uns alle immer sofort entführt.
Glücklich mit zwei prall gefüllten Trailwalker Taschen geht es dann wieder zurück zum Hotel.
Das Team trudelt so nach und nach ein. Erst zwei Unterstützer (Heiko Pieck läuft mit) aus Rügen, dann das ganze Team meiner Kollegen/innen aus Holland (Rob, Hank, Cor und Deborah) und am Schluss dann Jörn Kalinski von Oxfam. Der kommt mit dem Zug aus Brüssel.
Wir sind alle sehr aufgeregt – Rob hat die Strecke das erste Mail mit GPS in die Pläne eintragen – wir sind gespannt!

Von links: Unten Bernd („der Nachbar“), dahinter Hank + Cor aus Holland, Jörn Kalinski und Antje Welp von Oxfam Deutschland, Heiko Pieck aus Rügen, Monika Wendt, Karla Klatte aus Rügen, Herr Grönig. Oben Werner Nowak, Injoy Osterdod,e und Angela Schlicht
Samstag, 17.04.2010
Mittlerweile sind wir vollständig! Der Harz erwartet uns mit strahlendem Sonnenschein. Um 9:00 Uhr soll es nach einem kurzen Treffen mit der lokalen Presse vom Campingplatz Eulenburg aus los gehen. Mit dabei sind zwei Streckenexperten aus Holland, Antje Welp und Jörn Kalinski von Oxfam, Monika Wendt aus Osterode am Harz, Werner Nowak von Injoy Fitness in Osterode – zuständig für gute Laune und für Eure Beine und Füße beim Lauf (Werner stellt die gesamte physiotherapeutische Unterstützung für alle Checkpoints!), Bernd, der Nachbar von Monika, Heiko (vom Trailwalker-Team Strandläufer) mit Freundin Karla aus Rügen und natürlich ich selber (Angela) bekannt aus E-Mails und Rundschreiben an Euch alle. Ach, fast vergessen hätte ich Pauline, den Jagdhund von Heiner Wendt – eine Hannoversche Schweißhündin, zu der wir fast einen eigenen Blogeintrag schreiben könnten.
Nach kurzen Interviews und Hallos (auch Herr Grönig vom Campingplatz Eulenburg ist dabei) sind wir alle unruhig und freuen uns, endlich die Strecke zu begehen.
Wir laufen an diesem Tag vom ersten bis zum dritten Checkpoint und es ist eine wunderbare Strecke. Highlight des ersten Stücks ist der Sösestausee, alle machen unendlich viele Bilder, weil es so schön ist. Danach kommt ein langgezogener Aufstieg zur Hanskühnenburg.

Der Sösestausee
Es wird merklich ruhiger im Team – alle konzentrieren sich darauf, lächelnd den Berg hoch zu kommen. Da wir häufig halten zum Fotografieren, Ein- und Auspacken etc. brauchen wir relativ lang für die Strecke und sind erst mittags auf der Hanskühnenburg. Hier gibt es ein großes Hallo mit den anderen Gästen, ein großes Picknick, als ob wir schon den ganzen Tag unterwegs gewesen wären und riesiges Erstaunen, was sich insbesondere in Monikas Rucksack befindet (Monika hatte nicht nur Brot, Käse, Wurst für viele Menschen mit dabei, sondern auch einen vollständigen selbstgebackenen Kuchen – hmmmm, inklusive Thermoskanne mit Kaffee
)
Da wir lange hier verweilen – der Platz ist super schön und die Sonne scheint – wird es für uns alle ein sehr langer Tag. Bis zum nächsten Checkpoint Altenau laufen wir immer mal wieder durch kleine Schneefelder! Es ist insgesamt sehr nass für die Füße, denn wir queren teilweise das Hochmoor. Die ersten „Bürofüße“ bekommen Blasen. Wir werden jedoch belohnt durch traumhafte Ausblicke und eine wunderschöne Landschaft mit Heidelbeersträuchern und Heidekraut.
An den zugänglichen Checkpoints erwarten uns nun immer Rob und Deborah, die in ihrem Kofferraum ein Buffet für uns aufgebaut haben, Kaffee und Wasser für uns bereit halten und die wichtigsten Fragen zum GPS direkt auf dem Laptop klären können. (Ich hatte, glaube ich, noch nicht geschrieben, dass wir natürlich an vielen Ecken über die beste Route und unser GPS-System diskutieren!)
Von Altenau nach Wiese Lichtenborn ist es, zumindest für mich, die schönste, aber auch herausforderndste Strecke. Wir laufen viele Kilometer extra, da wir uns mehrfach verlaufen.

Falscher Streckeneinstieg nach Foto-Shooting. Von links: Antje, Karla, Heiko und Jörn
Herrlich ist die lange Strecke entlang des Dammgrabens. Ein von Oberharzer Bergleuten angelegter Wassergraben, der das Wasser der vielen Gebirgsflüsse in Stauteiche führt. Von dort wurde das Wasser auf die Kehr- und Kunsträder der Bergwerke geleitet, um damit die unterschiedlichsten Maschinen anzutreiben. Es ist fast meditativ, wie der Fluss auf langen Metern einen fast geräuschlos begleitet und dann immer wieder auf kurzen Strecken, wenn die Steigung steiler wird, munter und laut neben einem her plätschert. Für alle Durstigen gibt es zwischendurch eine Quelle!

In diesem Bereich muss wohl noch eine Brücke ergänzt werden. Jörn und Karla.
Kurz vor dem Ziel, am Mittelberg, nehmen wir dann leider wieder einen falschen Abzweig mit kräftigem Aufstieg zum Mittelberg, statt den Berg gemütlich zu umrunden. Um ca. 20 Uhr erreichen wir unser erstes Tagesziel – unsere Supporter warten schon eine ganze Weile. Wir hören Sie rufen, bevor wir sie sehen können. Alle sind glücklich über die schöne Strecke, aber auch müde, da wir durch viele Umwege deutlich mehr als 40 km gelaufen sind. Ein wunderbarer Tag geht zu Ende. Manche von uns schaffen es nicht mal mehr auf ein Abschlussbier, sondern sinken sofort auf ihr Kissen, denn morgen soll es noch früher los gehen.














am 30. März 2012 um 00:14 Uhr.
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